//Welche Formen der Kündigungen gibt es?

Welche Formen der Kündigungen gibt es?

Welche Formen der Kündigungen gibt es?

Ohne Grund darf kein Arbeitgeber einen Mitarbeiter eine Kündigung aussprechen. Dabei unterscheidet man übergeordnet drei verschiedene Arten der Kündigung:

Die personenbedingte Kündigung

Bei dieser Kündigungsweise muss der Arbeitgeber stichhaltig nachweisen, dass der Arbeitnehmer die vereinbarte Leistung wegen seiner individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften nicht mehr erbringen kann.

Die verhaltensbedingte Kündigung

Hier muss der Arbeitgeber lückenlos nachweisen, dass der Mitarbeiter gegen seine im Arbeitsvertrag verankerten Pflichten verstoßen hat und die

Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für den Arbeitgeber durch dieses Verhalten unzumutbar ist.

Die betriebsbedingte Kündigung

Wird eine Firma wegen einer Insolvenz stillgelegt oder maßgeblich umstrukturiert oder gar ausgelagert wird, kann es passieren, dass dadurch Arbeitsplätze wegfallen. Trifft dies zu und der Arbeitgeber kann nachweisen, dass die Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers den betrieblichen Erfordernissen entgegensteht, spricht man von einer betriebsbedingten Kündigung.

Man kann also sagen, die betriebsbedingte Kündigung geht aus den betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten des Arbeitgebers und den direkten Bezug zu einem Arbeitsplatz hervor. Dagegen bezieht sich eine personen- oder verhaltensbedingte Kündigung auf das Verhalten und die Fähigkeiten des Arbeitnehmers.

KONTAKT

Warum brauchen Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer einen Anwalt für Arbeitsrecht?

Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber empfehlen wir im Falle einer arbeitsrechtlichen Situation grundsätzlich die Konsultation eines Anwalts für Arbeitsrecht. Das beginnt bei der Formulierung einer wirksamen Abmahnung ebenso wie bei Maßnahmen der betrieblichen Kündigung.

Je früher der Anwalt in die arbeitsrechtlichen Entscheidungen involviert wurde, desto besser sind die Aussichten für eine außergerichtliche Lösungen.

Zudem sind je nach Art der Kündigung die Voraussetzungen für deren Rechtswirksamkeit sehr unterschiedlich, da die Kündigung ansonsten unwirksam ist und somit für alle Beteiligten zu einer nervenaufreibenden, zeitraubenden und kostenintensiven Herausforderung wird.

Als erfahrener Anwalt für Arbeitsrecht unterstütze ich sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber dabei, die häufigsten Fehler im Kündigungsprozess zu vermeiden und gegebenenfalls den Gang zum Arbeitsgericht zu ersparen. Für den Arbeitnehmer ist bei jeglicher Art einer Kündigung die Einhaltung der Dreiwochenpflicht für die Kündigungsschutzklage einzuhalten.

Neben der Konsultation innerhalb der Fristen bei einer drohenden oder bereits ausgesprochenen Kündigung kann es Arbeitnehmern wie auch Arbeitgebern passieren, dass sie einen dringenden Fall mit einem Anwalt für Arbeitsrecht besprechen möchten. Dafür räume ich Ihnen sehr gerne einen kurzfristigen Termin in meiner Passauer Kanzlei ein.

Kontaktieren Sie uns einfach über Telefon unter +49 851 851 933 960, per Mail über ra.schmidt.passau@gmail.com oder per Kontaktformular.

Personenbezogene Kündigung kurz erklärt

So ist es selbst bei einer personenbezogenen Kündigung – etwa wenn dem Arbeitnehmer plötzlich die Voraussetzung zum ausführen seines Berufes fehlt ( z.B.die Erlaubnis, ein Fahrzeug zu führen) – seitens des Arbeitgeber die Abwägung zugunsten des Arbeitnehmers zu fällen. In anderen Fällen ist der/die Mitarbeiter/in womöglich schwerbehindert oder Mitglied des Betriebsrates. Nur wenn eine negative Prognose vorliegt, dass der Arbeitgeber in Zukunft nicht mehr fähig sein wird, seine Arbeitnehmer-pflichten auszuführen und dies zu einer erhebliche Beeinträchtigungen der betrieblichen und wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers führt, sind die Voraussetzungen für eine personenbezogene Kündigung erfüllt. Und auch nur dann, wenn es innerhalb der Firma keine Weiterbildungsmöglichkeit für den Arbeitnehmer gibt oder die Beeinträchtigung für den Arbeitgeber unzumutbar sind.

Verhaltensbedingte Kündigung -Das letzte einzusetzende arbeitsrechtliche Mittel

Eine verhaltensbedingte Kündigung ist stets das letzte einzusetzende arbeitsrechtliche Mittel und setzt voraus, dass eine Nichtleistung seitens des Arbeitnehmers nachweisbar ist oder offensichtlich gegen arbeitsvertragliche Nebenpflichten verstoßen wird. Letzteres wäre beispielsweise der Fall, wenn der Mitarbeiter gegen die betriebliche Ordnung verstößt oder einen Diebstahl begeht. Diese Art der Kündigung ist nur in seltenen Ausnahmefällen ohne vorangegangene mildere Mittel, wie z.B. eine Abmahnung, möglich. Im Falle von Diebstahl, Unterschlagung oder Spesenbetrug verlangt das Arbeitsgericht eine lückenlose Beweisführung, deren Stichhaltigkeit eher einem erfahrenen Anwalt erfordert. Nur wenn tatsächlich zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, dass der Arbeitnehmer gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten verstoßen hat oder dieser Verstoß gar rechtswidrig ist und schuldhaft begangen wurden, sind die Voraussetzungen für eine verhaltensbedingte Kündigung erfüllt.

Betrieblichen Erfordernisse bei einer betriebsbedingten Kündigung

Für den Nachweis der betrieblichen Erfordernisse bei einer betriebsbedingten Kündigung muss der Arbeitgeber präzise nachweisen, warum der Arbeitsplatz des Mitarbeiters weg fällt  und keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit besteht. Zwischen dieser Voraussetzung und dem Prinzip der Sozialauswahl bei der Kündigung mehrerer Arbeitnehmer muss der Arbeitgeber den Betriebsrat ordnungsgemäß anhören. Gerade in diesen Fällen ist der Einsatz eines Anwalts für Arbeitsrecht mit dem entsprechenden Fingerspitzengefühl die richtige Entscheidung.

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By |2018-11-12T06:27:25+00:00November 12th, 2018|arbeitsrecht|0 Comments